Wingle

Heute habe ich mir den WLAN-Stick fürs Auto vorgenommen.

Es ist ein ZONG MBB – E8372.

Ich habe zuerst eine Nano-SIM mit Adapter in den Fullsize SIM-Slot des Sticks gesteckt.

Mit der HuaweiHi iOS App bin ich nicht weit gekommen. Dann habe ich den Stick an einen Rechner angeschlossen und konnte über IP 192.168.8.1 darauf zugreifen.

Der voreingestelle Account ist Username: admin Passwort: admin

Jetzt konnte ich die PIN der SIM-Karte eingeben, auf LTE umstellen und das admin Passwort ändern. Das Passwort für das WLAN steht auf dem Stick.

Als Test konnte ich mich dann mit einem alten iPod, das ich nicht mehr verwende, in das WLAN des Sticks einloggen. Sicherheitshalber, falls das iPod das Passwort über die iCloud ausplaudert, habe ich gleich die Hintergrundaktualisierung meines iPhones deaktiviert. Nicht, dass mir das iPhone unterwegs das Datenkontigent vom Stick leer saugt.

Den Stick montiere ich hinten im Kofferraum und versorge ihn mit einem kleinen USB-Adapterkabel und einem USB-Ladestecker über die Kofferraum-Steckdose. Diese steht normalerweise nur unter Strom, wenn das Fahrzeug eingeschaltet ist.

Wachschutz

Heute nachmittag wollte ich mir schnell noch die Nacharbeitung an der linken hinteren Radaufhängung ansehen. Ich bin also beim Volkswagenhändler meines Vertrauens durch das geöffnete Tor auf den Hof gefahren und habe ein paar Bilder von meinem e-Golf gemacht.

Als ich wieder vom Hof fahren wollte, war das Tor verschlossen. Das zweite Tor ebenfalls. So ein Mist. Habe dann die zentrale Nummer des Autohauses angerufen und hatte den Wachschutz dran. Ich hätte mich unbefugt auf Privatgelände aufgehalten. Das Autohaus hat schon seit 2 Stunden geschlossen. Ich wurde bei meiner Aktivität schon von zahlreichen Videokameras aufgezeichnet.

So viel steht fest, mein Auto steht hier sicher. Nur denn Schnelllader auf dem Hof sollte man tunlichst nur während der Geschäftszeiten nutzen.

Winterreifen und Flugrost

Heute bin ich schnell beim Händler vorbei, um die unterschriebene Vertragserweiterung für die 3 jährige Garantieverlängerung abzugeben.

Frohe Botschaft: Meine Winterreifen sind heute eingetroffen und es gibt einen Übergabetermin für das passende Fahrzeug: Dienstag, der 27.04.2018.

Habe ich entgegnet: Der 27.04.2018 ist ein Freitag. Er: Oh ja, stimmt.

Blöd, dass ich am Freitag einen Termin 170 km entfernt ausserhalb habe. Der Händler meinte, vielleicht wird er ja einen Tag früher zugelassen…

Bei der Gelegenheit habe ich mir den Wagen nochmal angesehen. Sieht aus, als hätte er eine Probefahrt hinter sich gehabt. Prima, dann sind die Sommerreifen schon eingefahren.

Der Flugrost an der linken hinteren Radauhängung gefällt mir aber gar nicht. Habe das Foto an den Händler geleitet, der darauf hin eine Nacharbeitung durch die Werkstatt angeordnet hat.

Die mitgelieferten Winterreifen:

Der Mitarbeiter, der mir die Reifen aushändigte, hat mir gegenüber seine Skepsis über E-Mobilität zum Ausdruck gebracht. Wo ich denn laden könnte und das er von einer 3-fach Schnellladesäule weiss, dass wenn die von drei Teslas genutzt wird, der Strom in der Strasse ausfällt. Bei einer Probefahrt hat ihm das Erlebnis Elektroauto aber gefallen.

Man kann natürlich den Fokus auf Negativ-Ereignisse legen, wo es noch Probleme mit der Ladeinfrastruktur gibt oder die drastische Reichweitenverringerung bei Kälte und Benutzung der VW-Winterreifen.

Aber darum geht es in diesem Blog. Wie sieht es in der Praxis mit einem e-Golf und meiner Meinung nach idealem persönlichen Fahrprofil und guter Ladeinfrastruktur aus.

Easy Wallbox

Im Moment nutze ich die Wartezeit für die Zulassung des e-Golfs für die Montage des Easy Wallbox Bausatzes B163 mit 11kW und Typ 2 Ladekabel von der Firma Elektrofahrzeug Umbau.

Auf der Tüte von dem Bausatz ist ein mit Passwort geschützter Internetlink aufgedruckt unter der man die Anleitung für die Montage herunterladen kann.

Eine Stunde später fehlt nur noch der Drehstromanschluß:

Ich möchte die Box portabel haben und schliesse sie über ein Drehstromkabel an einer abgesicherten Drehstromsteckdose an.

Montage des Anschlusssteckers:

Der kleine rote Schraubenzieher wird zum Anschliessen der grünen Klemmen an der Steuereinheit benötigt. Dafür ist der beigefügte „Phasenprüferschraubenzieher“ zu breit:

Die fertig aufgebaute Box ohne das optionale BT-Modul:

Fertige Box mit beiden Anschlusskabeln:

Zulassung läuft…

Bestellt habe ich meinen e-Golf am 13. Dezember 2017.

Nach langer Recherche über mögliche Alternativen habe ich mich an diesem Tag endgültig für die reine elektrische Variante entschieden. Die laufenden Kosten der Plug-In Variante als Golf GTE waren mir einfach zu hoch und die Technik dahinter zu kompliziert.

Unverbindlicher Liefertermin bei Vertragsabschluss war Juni 2018. Dieser wurde Mitte Februar auf September 2018 verschoben um dann nach schriftlicher Bestätigung durch Volkswagen nur drei Tage später sehr überraschend auf Anfang April 2018 (KW 14) festgelegt zu werden.

Die Spannung wächst mit jedem Tag. Mein e-Golf wurde am 3. April 2018, einen Tag nach Ostern, an meinen Berliner Händler geliefert. Schon am Gründonnerstag hatte ich den Versicherungsnachweis und die Wunschkennzeichen für die Zulassung beim Händler abgegeben. Der anvisierte Zulassungstermin sollte der 13. April 2018 sein.

Am 9. April habe ich den Händler aufgesucht, um die 3-jährige Werksgarantieverlängerung auf insgesamt 5 Jahre nachträglich in den Kaufvertrag aufzunehmen. Nach Auslieferung würde die Garantieverlängerung über 300 EUR mehr kosten.

Leider musste er mir mitteilen, dass es die Urlaubsvertretung versäumt hatte, den KFZ-Brief für den Wagen aus dem Depot anzufordern.

Da die Berliner Zulassungsbehörde chronisch überlastet ist, soll es es jetzt noch 14 weitere Tage dauern, bis ich den Wagen in Empfang nehmen kann.

Ladekarten

Ich habe den letzten Monat dazu genutzt, einige Ladekarten anzufordern.

Als erstes habe ich mir den „Schlüsselanhänger“ von dem Berliner Unternehmen Plugsurfing bestellt. Hiermit kann ich an unzähligen Berliner Wechselstrom-Ladesäulen der Firma be-mobil pauschal für aktuell 6 EUR laden. Die Verweildauer an diesen Ladesäulen ist von 8-18 Uhr auf 4 Stunden begrenzt und der e-Golf kann in dieser Zeit mit 7,2 kW nahezu vollladen.

Als zweites habe ich die Ladekarte von Vattenfall bestellt, mit der per kW/h abgerechnet werden kann. Die Karte ist aktuell immer noch nicht eingetroffen.

Als dritte Option habe ich die Autostrom-Karte von Maingau bestellt, welche mir nach 3 Tagen zugestellt wurde. Mit dieser Karte wird nach Minutentarif abgerechnet. Die Karte ist daher vor allem für Schnellladesäulen interessant.

Der Minutenpreis reduziert sich auf 40%, wenn man seinen häuslichen Stromanbieter zu Maingau Energie wechselt.

Warum elektrisch?

Ich möchte hier meine Beweggründe darlegen, warum ich mich für ein Elektrofahrzeug entschieden habe.

Ich bringe hier meine eigene persönliche subjektive Meinung zum Ausdruck!

Ich bin Jahrgang 1957 und war immer sehr technikbegeistert. Ich habe in meiner Jugend aber auch das Buch: „Die Grenzen des Wachtums“ gelesen oder den Film „Koyaanisqatsi“ gesehen. Hier wurde schon sehr früh über die Auswirkungen unserer Wachstumsgesellschaft berichtet.

Ich habe Nachrichtentechnik, Physik und Informatik studiert und später in der Robotertechnik gearbeitet. Dann im Fahrzeugbau im Bereich Steuerung von Komponenten und Kommunikation über CAN-Bus. Da mir das irgendwann zu öde wurde, habe ich mich noch mit der automatisierten Verarbeitung von Medien beschäftigt.

Meine täglichen Arbeitswege im Grossraum München waren mit bis zu 60 km immer recht lang und ich bin je nach Jahreszeit und Situation mal mit dem Auto oder dem öffentlich Nahverkehr gefahren.

Seit dem Jahr 2003 bin ich im Grossraum Berlin im Bereich Hausverwaltung tätig. Bis 2014 habe ich auch schwere körperliche Arbeit auf Baustellen geleistet, hauptsächlich im Bereich Installation der Elektrik und dem Anbringen von Fliesenspiegeln in Bad und Küche.

Eigentlich würde mir in meiner jetzigen beruflichen Situation der öffentliche Nahverkehr in Berlin völlig ausreichen. Da ich aber seit einigen Jahren auch Sportschütze bin und mit meinen Sportgeräten vom öffentlichen Nahverkehr ausgeschlossen bin, brauche ich einen fahrbaren Untersatz, mit dem ich die 42 km entfernte Sportanlage erreichen kann. Höchstgeschwindigkeit ist auf dieser Strecke 80 km/h.

Seit 2011 nutze ich einen Lupo 3L der auf diesen Stecken im Sommer tatsächlich nur 3 Liter Diesel auf 100 km verbraucht. Im Winter erhöht sich der Verbrauch auf 3,3 Liter. Ich fahre aber konsequent keine Kurzstrecken. Gehe also öfter zu Fuss oder fahre mit dem Fahrrad.

Der Lupo ist jetzt 17 Jahre alt und speziell die Kunststoffteile lösen sich überall auf. Auch musste ich schon einige Komponenten, wie z. Bsp. hintere Feststellbremsen, Bremsschscheiben vorne, Wischermotor und Getriebe-Druckspeicher erneuern. Querlenker und hintere Stossdämpferlagerung wären als nächstes fällig.

Die Umweltprämie für alternative Antriebe und die zeitgleiche Dieselabwrackprämie im Jahre 2017 hat mich dazu bewogen, Plug-In Hybride und reine Elektroautos genauer zu untersuchen.

Zur Auswahl stand Toyota, BMW und Volkswagen. Letztlich habe ich mich zwischen dem Modell Golf GTE und e-Golf entschieden. Die Fahrzeuge erscheinen recht teuer sind aber auch hervorragend ausgestattet. In Verbindung mit den Prämien sind sie nur wenig teurer, als vergleichbar ausgestattete Modelle mit reinem Verbrennungsmotor.

Der GTE war mir aber im laufenden Unterhalt zu teuer und in der Technik zu aufwändig. Die elektrische Reichweite hätte kaum für eine einfache Fahrt zu meinem Sportgelände gereicht. Ich hätte den Wagen also an jede verfügbare Steckdose anschliessen müssen oder den recht hohen Benzinverbrauch in Kauf nehmen müssen.

Beim e-Golf passt es für mich wesentlich besser. Die Reichweite reicht mindestens für zwei Trainingstage im Winter, im Sommer sogar für drei. Erst dann muss er wieder für 45 Minuten an den Gleichstrom-Schnelllader oder für 4 Stunden an den Wechselstromlader ganz in meiner Nähe. Im Moment arbeite ich an einer Lademöglichkeit auf unserem Eigentümerstellplatz, falls in Zukunft die Nachfrage nach freien Ladesäulen grösser als das Angebot ist.